Donnerstag, 29. Januar 2015

PowPowJuna oder Neue Wege

Hallo ihr Lieben!!

Heute hab ich was ganz besonderes für euch! Voll Power! Powsenlos powergefüllt. Sozusagen. Es geht um meine neue Jacke. PowPowJuna heißt der Schnitt, und ist nagelneu. Ein Erstlingswerk - von Suzann von Muckelie. Ich meine, ernsthaft. Als ERSTEN SCHNITT eine gefütterte Jacke mit dreihundertsiebenundelfzig Specials zu zaubern!!  Das ist mir glatt sympathisch. Das ist irgendwie, wie das Nähen mit einer saumäßig aufwendigen Patchworkdecke zu lernen. Kommt mir bekannt vor.... :D


Eine gefütterte Jacke hab ich mir noch nie genäht. Aber ich mag Herausforderungen. Man muss öfter mal was Neues probieren. Neue Wege gehen. Kinderschnitttechnisch hab ich ja inzwischen schon viel ausprobiert und einiges an Erfahrung gesammelt. Aber bei diesem Projekt hier waren noch einige "Neuheiten" für mich dabei. Und ich muss sagen, ich bin total begeistert - und plane schon die zweite.... :D


Man muss schon Zeit investieren. Schwer zu nähen ist sie allerdings nicht - es sind nur viele Einzelschritte, die nacheinander getan werden müssen. Drei Abende oder so habe ich für das gute Stück schon gebraucht, und mein bester Freund, der Nahttrenner, war auch nicht ganz unbeteiligt.... :D (das lag allerdings nicht an der Anleitung, sondern eher an meinen "Ob das nicht so einfacher geht?"-Versuchen. Also - nein. Geht es nicht. Aber man kann es ja mal probiert haben. :D )


Jedenfalls gibt das Schnittmuster ein paar total witzige Details her, die die PowPowJuna zu einem richtigen Hingucker machen. Ich mag diese Special Effects total.


Da wäre zum Beispiel die Paspeltasche. Hab ich noch nicht so gemacht. Aber ist echt super. Da faltest und nähst du ein bisschen vor dich hin - und plötzlich lässt sich das Ganze umdrehen, und wie von Zauberhand befindet sich auf der Jack eine wirklich coole, außergewöhnliche Tasche. Die Paspel lässt sich beliebig bunt machen oder zusätzlich mit einem Paspelband oder einer Kordel verzieren.


Vor dem Reißverschluss braucht sich auch keiner fürchten - der ist blitzschnell und einfach eingenäht. Bestecht ihn einfach mit ein bisschen Vlieseline - dann wird der lammfromm... :D Vor lauter Begeisterung habe ich noch jeweils einen Streifen von meinem Paisley-Stoff mitgefasst. Als Fake-Paspel sozusagen.


Dann wären da noch die langen Armbündchen. Und die MegamonsterriesenXXL-Kapuze. Da war ich ja ehrlich gesagt ein bisschen skeptisch. Ich mag Kapuzen. Hinten, als Deko. Nicht so sehr auf meinem Kopf. Als meine Freundin beim Shooting dann energisch verlangt hat, dass ich das Ding doch bitteschön endlich mal aufsetzen soll, war ich ziemlich unbegeistert. "Sieht doch doof aus...." Aber da war nicht zu diskutieren. Ich habe mich dann brav gefügt - der Fotograf sollte bei einem Shooting ja immer das letzte Wort haben.... :D Und als ich das Bild dann gesehen habe, war ich echt baff. Ich finde sie gar nicht so schlecht. An mir. Doch, die hat was. Kann man tragen.


Und dann war da noch die Sache mit der Stofffarbe. Eigentlich bin ich je mehr so der Tarnfarben-Typ. Gedeckte Farben. Unauffällig. So du-siehst-mich-nicht-ich-bin-gar-nicht-da-Sachen. Schüchternheitsbedingt. Und weil ich sowieso so groß bin, dass ich eigentlich immer dachte, ich muss nicht noch zusätzlich durch meine Kleidung auffallen. Ich fange gerade erst an, das so schön langsam abzulegen, und zu entdecken, was mir wirklich an mir gefällt. Ich meine, so ohne drüber nachzudenken, was "die Leute" darüber sagen würden. Ich taste mich ran. Stück für Stück. An "meinen" Look. Jedenfalls liegt dieser Paisley-Stoff schon so lange in meinem Stoffregal, das ist einer meiner Lieblinge und ich wollte ihn unbedingt für mich vernähen - finde ihn pur aber schon ganz schön krass. Krass bunt. Und so. Und nachdem mir blau als Kombifarbe nicht so wirklich steht, liegt er da eben schon eine Weile. Rot war irgendwie die einzige andere Farbe, die ich mir dazu vorstellen konnte. Also habe ich mir roten Kuschelsweat bestellt. Bio natürlich. Ich halt. Und dachte mir dann, als ich die beiden Stoffe aufeinandergelegt habe: "Ui. Ist das bunt."


Ich habe das Ganze also erst einmal als "Probeexemplar" geplant. Falls es mir dann doch nicht gefällt. Aber - was soll ich sagen? Ich mag die Farben total gern an mir. Das ist frisch und witzig und total meins. Nix Probeexemplar. DAS ist meine neue Jacke. Und wenn ihr mich darin bemerkt - Hallo Welt! Das bin ich! In meinem Style! Hasenwild, oder?


Die Paisley-Streifen außen sind übrigens mit Sweat gedoppelt, falls sich das jemand fragt. Ich wollte gerne, dass das Muster nicht komplett innen untergeht, sondern auch von außen noch sichtbar ist.
So ist das also mit meiner neuen Jacke, die übrigens in einem total netten kreativen Team entstanden ist. Hat wirklich Spaß gemacht - und ich kann sie euch nur wärmstens ans Herz legen. Wer eine einfachere Variante möchte, näht sie einfach ungefüttert und ohne Taschen. Geht genauso. Ich jedenfalls habe mit diesem Teil einiges Neues ausprobiert - nähtechnisch und farblich - und bin wirklich froh darum. Neue Erfahrungen. Neue Türen. Neue Erkenntnisse. Und das alles wegen einer neuen Jacke.... :D Wenn ihr also irgendwo einen paisley-roten Blitz durch die Gegend hüpfen seht - das bin ich. Mit meiner neuen PowPowJuna.


Und jetzt gibt's noch die Infos zum Stoff und zum Schnitt:

Das Ebook könnt ihr entweder über Alles für Selbermacher erwerben *KLICK* oder über Etsy *KLICK*.

Der Paisley-Stoff ist von , den hab ich von den Waschbeckenpiraten.
Und der rote Biosweat ist von Stoffversand4you: *KLICK*

Außerdem wandert meine neue Lieblingsjacke mit einem ordentlichen "BÄÄÄÄÄMMMM" zu RUMS und zu OutNow. Ich habe fertig. :D

Hasenwilde Grüße
Johanna

Donnerstag, 22. Januar 2015

geschenkte Tage

Hallo, ihr Lieben!

Pssssst!! Heute müssen wir leise sein! Auf meinem linken Arm schläft nämlich ein kleines Planungshindernis.... :D Tja, die lieben Kleinen. Ehrlich, was mich meine Kinder zwingen, meine Pläne über den Haufen zu werfen.... Eigentlich wollte ich heute zusammen mit einer lieben Freundin unsere Geburtstage feiern. In Form eines wunderbaren Frühstücks. Ich habe Kuchen gebacken, Blumen besorgt, Deko geplant, das Haus aufgeräumt und mich wirklich drauf gefreut. Und jetzt? Liegt da ein Spatzengewicht mit über vierzig Grad Fieber auf mir. Und dieser Spatz ändert alles. Also findet das Geburtstagsfrühstück mit nur einem Geburtstagskind statt, alle Aktivitäten sind abgeblasen und ich sitze hier auf dem Sofa.


Das Telefon ist ausgeschalten, weil das Hasenkind immer mal wieder eindöst. Die große Tochter ist im Kindergarten. Und im Haus herrscht ungewöhnliche Ruhe. Weil das Hasenkind krankerweise nämlich ausschließlich Mama braucht. In direkter Nähe. Und dauernd. Wenn sie einschläft, klammert eine Hand um meinen kleinen Finger und die andere in meinem Oberteil. Damit ich mich nicht heimlich wegschleichen kann. Und irgendwie - genieße ich das. Alles entschleunigt. Wann nimmt man sich sonst Zeit, den ganzen vormittag auf dem Sofa zu "versandeln"?? Also ich nie. Ich bin immer in Action, ständig wird irgendwo geräumt, gewurschtelt, gemacht, gelaufen, gewerkelt. Die Kinder mittendrin und voll dabei.


Heute habe ich Zeit, nebenher meine Mails zu checken, durch meine Lieblingsblogs zu stöbern, ganz viel zu kuscheln und einfach nur alle viere gerade sein zu lassen. Und euch meine neueste Errungenschaft zu zeigen, die gerade hier neben mir liegt, für die Dösephasen vom Hasenkind. Das, meine Lieben, ist ein Wuddel. Genauer gesagt, ein Wuddel to go. Im Patchworkdesign.


Wuddel steht für Wullebüddel, in der Mitnehmversion, und kreiert wurde der Schnitt von Cindy aus dem Lemonland (kennt ihr bestimmt! Wenn nicht? Nix wie hin!!), aus deren Feder schon der große Bruder, der Wullebüddel für daheim stammt. Ich finde ihn wunderbar. Ich bin jemand, dem beim Autofahren leicht schlecht wird. Da geht gar nix mit Lesen oder ähnlichen Dingen - die Wahrscheinlichkeit, dass wir nach dem ersten Kapitel anhalten müssen, weil sich mein Magen umdreht, ist viel zu groß. Was aber geht, sind Handarbeiten. Stricken oder Häkeln befindet mein Magen auch beim Fahren als unbedenklich. Weswegen ich immer mit einer Plastiktüte Häkel- oder Strickzeug reise. Einer hässlichen Plastiktüte. Durch die sich ständig die Strick- oder Häkelnadeln bohren und dann auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Kennt ihr das? Das hat jetzt jedenfalls ein Ende - der Wuddel to go lässt sich nämlich nicht nur praktisch platzsparend zusammenrollen, sondern hat auch ein Plätzchen für all meine Utensilien - da sind Wolle, Schere und Nadeln sicher aufgeräumt.


Und wisst ihr, was das beste ist? Wenn, ja, wenn man mal so einen unverhofften Tag am Sofa geschenkt bekommt, ist so ein kleiner Wuddel der ideale Begleiter für die Dösephasen vom Kind - da entsteht zwischendrin ein Häkelblümchen, oder auch zwei. Die dann im Wuddel auch gleich wieder aufgeräumt sind, so dass sie nicht verloren gehen. Echt praktisch.

Außerdem kann man das ratzfatz genähte Schnittmuster (zumindest dann ratzfatz genäht, wenn man sich nicht in den Kopf setzt, die Vorderseite aus lauter Fitzeln zu patchen.... :D :D) auch wunderbar für viele andere Zwecke gebrauchen: Im Probenähen sind nämlich nicht nur Wuddel, sondern auch Koddel (Kosmetikbüddel), Spuddel (Spielebüddel) oder Widdel (Windelbüddel). :D Da sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt... :)

Wenn ihr auch so einen Wuddel haben wollt, dann schaut unbedingt in Cindys schniekem Lädchen vorbei:  *KLICK*

Und als besonderes Highlight gibt es den Wuddel to go auch im Kombipack mit seinem großen Bruder: *KLICK*

So, und ich werde jetzt das schlafende Hasenkind und meinen Wuddel nutzen, an diesem geschenkten Sofadonnerstag. Meinen Wuddel schicke ich noch schnell zu RUMS und zu OUTNOW!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Donnerstag, 15. Januar 2015

Hochstaplerei

Hallo, ihr Lieben!!

Heute mal nix Genähtes. Heute möchte ich euch mal was zeigen, was ich für mich gemacht habe. Lifestyle Marke Hasenwild, sozusagen. :D



Um diese Etagerensets bin ich wirklich ewig herumgeschlichen. Ich fand die Idee so toll - aber ihr wisst ja, wie das ist.... keine Zeit.... keine Teller.... und überhaupt... hat man dann doch wieder Wichtigeres zu tun. Kurz vor Weihnachten hab ichs aber dieses Mal tatsächlich gepackt und gleich 4 DIY-Sets bestellt - als Weihnachtsgeschenke für meine Schwestern, und eben eines für mich. Weil das muss auch mal sein. :D


Ich war also auf dem Flohmarkt auf der Jagd, und allein das hat mir schon so viel Spaß gemacht. Für meine Schwestern hab ich Sammeltassen im Retrostil erstanden, und ein etwas moderneres Set mit lila Blumen. Für jede eben etwas passendes. Und ich muss echt sagen, auch die Sammeltassen-Variante gefällt mir echt gut. Etwas kleiner und zierlicher als mein Set, aber dafür überschaubarer - und die Tasse oben find ich total praktisch. Für Nüsse zum Beispiel, oder Studentenfutter - oder nen Dip. Und unten rein Gemüsesticks. Da fallen mir hundert Möglichkeiten ein.


Ich verschenke ja immer alles, ohne Fotos zu schießen (na schööön, meistens weil ich viel zu spät dran bin, das Dingens erst kurz vorher fertig wird und dann aber schleunigst verpackt gehört.... ;). Aber eine meiner Schwestern hat mir diese Etagere nochmal zur Verfügung gestellt, damit ich euch ein Sammeltassenexemplarbeispiel zeigen kann. Auch schick, oder?


Für mich hat dann eine liebe Freundin auf dem Flohmarkt das ideale Tellerset gefunden - das ist genau meins. Handgefertigte Bunzlauer-Porzellan-Teller. Super. Genau mein Stil. Ich LIEBE sie. Die Bohrerei war mir zugegebenermaßen zu heikel, ich hatte die Befürchtung, dass ich dabei das komplette Geschirr zerdeppere - da musste mein Papa herhalten. Und Papas können sowieso alles. Meiner besonders. Kein einziger Teller ist zu Bruch gegangen. Übrigens, wenn ihr an den unteren Bildrand schaut, dann seht ihr, unter welchen Fotobedingungen ich daheim arbeiten muss.... ;) Die hasenwilde Räuberdame war ganz begeistert von den Spießchen. :)


Jedenfalls finde ich meine Etagere echt klasse - mir fallen so viele Ideen ein, was da drauf kann. Die Plätzchen- und die Spießchenvariante hab ich, wie ihr seht, schon ausprobiert. Pralinen könnte ich mir auch noch vorstellen. Spießchen. Obststreifen und ein Dip. Oder Obstspieße mit Schokodeko. Knabberzeugs. Die Möglichkeiten sind endlos. Und ich bin echt relativ begeistert, dass das Set auch meine superdicken Teller hält, die sind nämlich ganz schön schwer. Wenn ihr also eine schnelle, einfache Geschenkidee sucht - das hier kann ich euch nur empfehlen!! Ich hab meine Sets bei Alles-für-Selbermacher bestellt (inklusive Porzellanbohrer, der ist schon praktisch dazu. Braucht man ja nur einmal.), gibt's aber bestimmt woanders auch. Und schon hat man ein individuelles und praktisches Geschenk - für jemand Nettes, oder eben für sich. Und weil dieses Prachtstück hier ganz alleine mir gehört, schicke ich es noch zu RUMS. Jawohl.

Hasenwilde Grüße
Johanna

Sonntag, 11. Januar 2015

Fee im Schnee

Hallo ihr Lieben!

Ich glaube, ich bin angekommen. Im neuen Jahr, meine ich. Nachdem in den Ferien ja immer noch alles langsam und gemütlich läuft und man noch ein bisschen Zeit hat, das Weihnachtsfest sacken zu lassen, geht nach Dreikönig wieder die Post bei uns ab. Und das ist auch schön. Ich starte voller Motivation ins neue Jahr - ich habe so viel vor, die Nähmaschine rattert, im Kopf purzeln die Ideen durcheinander und die Batterien sind geladen. Volldampf voraus!!



Das erste Probenähprojekt ist schon wieder abgeschlossen. Im Gegensatz zu mir hat Anna von Annas Country die Füße in den Ferien nicht hochgelegt, sondern gleich ein neues Ebook erstellt :D. Ein Oberteil in (wie von ihr gewohnt) hundertzwölfzig Variationen ist es geworden. Es nennt sich BoGi-Shirt, weil es gleichermaßen für Boys und Girls geeignet ist.



Mit oder ohne Passe, eine wunderbare Idee für geteilte Ärmel, eine taillierte Version für Mädels, eine aufgesetzte Brusttasche für Jungs..... der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, und ich glaube, ich habe noch bei keinem Probenähen so unglaublich viele wunderbare verschiedene Ergebnisse gesehen. Hat echt richtig Spaß gemacht.



Ich habe echt lang gesucht und dann aus meinem Stoffschrank einen lang gehüteten Liebling gezogen. Die "Fee im Tee" von Kissa hab ich mir irgendwann im letzten Jahr bei meiner Stoffhändlerin in der Nähe zugelegt. Liebe auf den ersten Blick war das. Ein ganz weicher Bio-Interlock - eben mit der Fee. Im Tee. Oder im See. Oder mit W. Mit Zeh. Oder beim Ade-sagen. Die Motive sind total witzig, ehrlich.


Weil die einzelnen Feen aber relativ klein sind, habe ich mir mein Lieblingsmotiv herausgegriffen und frei Hand vergrößert. Die Fee im Tee. Die Hasentochter ist begeistert. "Das", hat sie gemeint, "ist kein T-Shirt - sondern ein Fee-Shirt!!". Wahre Worte. Da durften beim Fotografieren die Feenflügel natürlich nicht fehlen.



Zum Fotografieren haben wir dann auch noch einen wunderbaren sonnigen Wintertag erwischt. Mit Schnee.



Jaaaa, na schön. Ich gebe es zu. Ich bin eine Rabenmutter. Ich schicke mein Kind bei Schnee und Eis ohne Jacke nach draußen. Für schicke Fotos. Doch. Das mach ich glatt. Ich muss aber zu meiner Verteidigung dazusagen, dass wir erstens die Fotos auf zweimal geschossen haben und ich mich wirklich auf jeweils gute fünf Minuten beschränkt habe und ich zweitens natürlich sozialerweise auch ohne Jacke dabei war. Und sie hatte ein Shirt drunter.



Außerdem habe ich die kleine Fee im Schweiße meines Angesichts eng an mich gekuschelt zur Hecke zum Fotografieren getragen und wieder zurück. Sie hat das genossen. Und ich schwöre, MIR zumindest war danach nicht mehr kalt.... :D :D Manchmal muss man eben ein bisschen verrückt sein. Wir hatten auf alle Fälle Spaß dabei, sind schnupfenfrei davongekommen - und haben erfolgreich ein paar süße Fotos geschossen. Von meiner persönlichen klitzekleinen Fee. Im Schnee. Was will man mehr? :D



Und seither singen wir beide. Quasi ununterbrochen. Na gut, ich mache das zugegebenermaßen ständig, aber seit diesem Shirt hängt ein ganz besonderes Lied in meinem - und im hasenkindschen Kopf: Die Fee im Tee. Von einer unserer unangefochtenen Lieblings-CDs. Kennt ihr die Krümelmucke von Christiane Weber? Von der leider schon verstorbenen Kabarettistin gibt es zwei Kinder-Lieder-CDs namens Krümelmucke 1 und 2. Und wir lieben sie. Beide Ich hab diese CDs inzwischen schon unzählige Male verschenkt und kann selber alle Lieder auswendig. Die Texte sind so witzig, dass ich beim ersten Mal hören oft laut gelacht habe. Maximal zwei Instrumente plus Stimme, echte Musik (das ist mir immer wahnsinnig wichtig - ich kann dieses synchronisierte Dosenmusikzeugs nicht leiden, aus dem manche Kinderlieder-CDs bestehen), mehr als drei Akkorde in jedem Lied und damit nicht nur absolut kinder- sondern auch elterntauglich. Die Themen? Unkonventionell. Zum Brüllen. Voller Wortwitz. Wahnsinn. Ich weiß ja nicht, wie das bei euch ist, aber meine Kids hören CDs nie nur einmal. Und diese hier kann auch ich auf der Urlaubsfahrt zwanzig Mal hintereinander hören, ohne dass sie mir zum Hals raushängt. Und nein, ich werde nicht für Werbung bezahlt - das ist einfach ein Lieblingsobjekt im Hause Hasenwild, das uns ganz oft begleitet und das ich euch nicht vorenthalten wollte. Vor allem eben wegen dem Lied von der Fee im Tee, das wie die Faust aufs Auge zu diesem Shirt passt. Wer Lust hat, klickt mal hier *KLICK*, scrollt nach unten und hört sich das Fee-im-Tee-Hörbeispiel an. Ihr werdet es lieben.



Wer jetzt Lust auf ein bisschen BoGi-Woogie hat, der klickt sich bitte einmal hiiiiiier *KLICK* zu Annas Shirt durch (bewundert bitte gebührend das Hasenkind auf dem Cover) und besorgt sich das Teilchen. Schaut euch die Ärmel an, die hab ich bisher noch nirgends gesehen und finde sie total einzigartig - die muss ich unbedingt noch ausprobieren.
Und weil ich ein unglaublich soziales Persönchen bin, habe ich auch noch recherchiert, ob die süße Fee im Tee von Kissa auch noch irgendwo zu haben ist und habe sie - Abrakadabra und Hokuspokus hiiiiier *KLICK* für euch gefunden. Falls ihr Lust habt, eure ganz eigene Fee im Tee einzukleiden. :D

Und damit gehe ich zu sonntäglichen Abendruhe über (vielleicht singe ich noch ein bisschen vor mich hin... "Oooooh weeeeh, ich hab ne Fee im Tee.... dideldum.....")

Hasenwilde Grüße
Johanna

Dienstag, 6. Januar 2015

Guten Abend, gut Nacht...

Huhu, ihr Lieben!

Horcht mal. Hört ihr das? Oder besser, hört ihr das NICHT? Kein Kindergeschrei? Keine fallenden Bauklötze, kein Bobbycargefahre, kein Streit, kein "Mamaaaaa". Nichts. Ruhe.



Die ideale Zeit, um zu bloggen. Nur ich für mich im Arbeitszimmer. Und ihr, natürlich. Aber ihr seid ja leise. ;). Ich liebe meine Kinder, und ich liebe die Action, die bei uns tagsüber herrscht. Da wird gelacht, gewerkelt, gehüpft, gesungen, auch mal gestritten. Gelebt eben. Und das meistens laut und fröhlich.




Aber ich schätze auch die Zeit, wenn die beiden abends im Bett liegen. Ich genieße das wirklich sehr. Entweder nur für mich werkeln, so wie jetzt gerade am PC, oder eben auch ganz oft an der Nähmaschine - oder mit meinem Mann im Wohnzimmer sitzen, planen, reden, austauschen. Nicht (nur) als Eltern - sondern einfach auch mal wieder als Ehepaar.



Einfach die Batterien aufladen, um dann am nächsten Tag wieder voll Energie starten zu können. Leider ist das ja keine Selbstverständlichkeit, dass die Kinder sich problemlos ins Bett bringen lassen (und da auch bleiben....). Und ooooooh, wie ich diese Phasen hasse, in denen eine von beiden abends Terror schiebt. Da werd ich echt tagsüber zum Tier, wenn mir die zwei meine stillen zwei Stunden am Abend klauen.... Ehrlich, ich habe kein Problem damit, wenn die kleine Hasentochter Nacht für Nacht in meinem Bett landet, um dann am liebsten AUF mir zu schlafen. Ihr wisst schon. Zehn Zentimeter (vom zwei-Meter-Bett) am Rand für Mama, Kindeskopf auf Mamas Brust, nochmal zwanzig Zentimeter für den Rest vom Kind, dann gaaaaaaanz lang nix - und dann Papa. Ich drücke ihr bei Bedarf auch mitten in der Nacht die Flasche in die Hand. Damit kann ich leben. Solange sie abends in ihrem Bett einschläft - und da mindestens so lange bleibt, bis ich auch im Bett liege und das Licht ausgeschaltet habe.



Und wenn das nicht funktioniert? Dann wird verzweifelt an sämtlichen vorhandenen Schrauben gedreht - Mittagsschlaf kürzen, tagsüber so auspowern, dass die Augen am Abend von selber zufallen, Belohnungssysteme und wasweißich. Was dem Pädagogenherz eben so einfällt. So lange, bis die Sache mit dem Schlafengehen wieder läuft. Und plötzlich flutscht der Alltag wieder - was eben eine ausgeschlafene Mama und ausgeschlafene Kinder ausmachen. Ich finde das wirklich interessant, wie viel tatsächlich an dieser kritischen Ins-Bett-Bring-Stunde hängt. Eigentlich alles. Irgendwie. :D



Im Moment funktioniert unser System ganz gut - und weil ich das weiß, nehme ich mir so richtig Zeit für das abendliche Ritual. Mir gehört (auf Wunsch derselbigen) meistens das große Kind. Papa kriegt die Kleine. Die Papamaus. Und dann läuft jeden Abend der gleiche Film: Ausziehen. Waschen. Zähneputzen. Vorlesen. Im Moment ganz hoch im Kurs bei der großen Hasentochter: Ihr Baby-Fotoalbum. Das findet sie unglaublich spannend. Und ich nehme mir zum wiederholten Male vor, das für die kleine Hasentochter endlichendlich auch mal anzupacken. Seufz. Die kleinen Geschwister haben da manchmal das Nachsehen.... Ein Abendgebet nach Wahl. Pflicht ist bei uns auch eine CD zum Einschlafen. Und natürlich der kleine Bär, ihr täglicher Begleiter. (Ich kann euch gar nicht sagen, wie oft ich den kleinen Kerl abends schon verzweifelt gesucht habe. Der versteckt sich nämlich tagsüber auch gerne mal in Töpfen, Dosen, Eimern, Decken.... :P ). Und der immergleiche Spruch, wenn ich zur Türe hinausgehe: "Gute Nacht, Mäuschen, schlaf gut und träum süß, bis morgen früh." Und wehe, ich formuliere das um. "MAMA! Du hast das nicht richtig gesagt!!!!!". Da ist sie sehr pingelig, die junge Dame.... :)




Die große Hasentochter lässt sich im Moment relativ gut zum Bettgehen motivieren, weil das Christkind ihr ein großes Bett zu Weihnachten gebracht hat. (Na schön, und ich habe ihr angedroht, wenn sie abends nicht drin liegen bleibt, muss sie im Gitterbett schlafen. Ich geb's ja zu. Aber wie ich sagte: Die heiligen zwei Stunden am Abend.... ;) ). Und weil sie zwei neue Lieblingsschlafanzüge bekommen hat. Den Schlafi hab ich euch ja schon gezeigt. Aber dieses Stück hier ist das absolute Highlight: ein Winterschlaffein von Näähglück.



Ich bin mir nicht ganz sicher warum, aber die Große steht total auf geschlossene Schlafanzüge. Ich war da ja eher skeptisch, weil ich so an's nächtliche Klo-gehen und den damit verbundenen Aufwand dachte. Hätte ich mir sparen können. Madame geht nicht aufs Klo in der Nacht. Muss nicht. Erst in der früh. Auch gut. Zum Glück gibt es den Schnitt bis Größe 110-116 - da stand dann einer großen Version nichts mehr im Weg. Wie gewünscht mit festen Füßen dran. Alles warm eingepackt. Irgendwie sieht sie schon süß aus drin. :) Um den Stoffverbrauch ein bisschen einzuschränken, hab ich dieses Exemplar gestückelt. Ich habe Ärmel und Beine extra angesetzt und zusätzlich noch petrolfarbene Streifen eingebaut.


Außerdem hab ich den ersten Zizynauten aufgebügelt, den ich bei Katja Nähfrosch gewonnen hatte. Das Highlight auf dem Schlafanzug. So süß ist der. Die Hasentochter kann sich aber "Zizynaut" nicht merken und hat kurzerhand "Winnie Schnauzi" daraus gemacht. Der sich die Augen reibt, weil er auch schon so müde ist. Wie passend. :D :D Jedenfalls kontrolliert sie, wenn ein frischer Schlafi fällig ist, immer, ob Winnie Schnauzi im Schrank liegt. Der unangefochtene Favorit.




Und wie läuft das bei euch so mit dem Bettgehen? Habt ihr auch eure Rituale und Kämpfe?
Wenn ihr jedenfalls auch so einen wundervollen "Winnie-Schnauzi-Schlafanzug" haben möchtet (den könnt ihr von Größe 50/56 bis 110/116 nähen, mit oder ohne Wickelknopfleiste und mit oder ohne Füßlinge/Handschuhe), dann schaut hier bei Sophie von Näähglück vorbei: *KLICK*, und wenn euch unser Winnie Schnauzi gefällt, dann besucht auch mal Zizy auf ihrer Seite: *KLICK*. Und jetzt stoßen wir an - auf die ruhigen, heiligen zwei oder drei Stunden am Abend. Aber leise! :)

Hasenwilde Grüße
Johanna

Sonntag, 4. Januar 2015

Schwesterigkeiten

Hallo ihr Lieben!!

Weiter geht's mit all den Werken und Fotos, die endlich die Enge meines PCs verlassen und in die Weite der virutellen Nähwelt entlassen werden möchten.... :D



Dieses süßes Teilchen ist schon etwas älter (im Herbst entstanden), und ist mir schlichtweg durch die Lappen gegangen. Aber nachdem ich die süßen Bilder vor ein paar Tagen wieder entdeckt habe, wollte ich sie euch doch noch zeigen.



Im Hintergrund ein weiteres Glanzstück unseres Hauses - mein 100jähriges Klavier. Hach. Um das Ding haben wir das Haus herumgeplant (und sämtliche Männer in der Verwandtschaft haben mir das Schmuckstück nur unter der Bedingung transportiert, dass es diesen ihm zugewiesenen Platz nie mehr verlässt. Wobei es die Kachelofenhitze nicht besonders gut verträgt und sich deswegen dauernd verstimmt. Vielleicht steht da doch nochmal ein Ortswechsel an.... :D



Das jedenfalls ist unsere "kleine Yvi". Von Mariele. Inzwischen bestimmt schon hundertmal (oder so) getragen und gewaschen - weil der Schnitt aber auch einfach so praktisch ist.



Sowohl über Leggins als auch über ner engen Jeans tragbar, und mit den rieeeeesigen Taschen auch bei den Mädels beliebt. Denn zum Sammeln finden die zwei ja immer was.



Die "Wildflowers" von Lillestoff machen sich wirklich gut an der kleinen Hasentochter - und der Mittelstreifen ist aus einem aussortierten Nachthemd von mir entstanden. Mit dem Streifenstofff in der Mitte sieht das Kind aus, wie eine optische Täuschung - der verschwimmt glatt vor den Augen... :D :D



Eine genähmalte Pusteblume mit Schleife macht das Ganze noch ein bisschen verspielter.




Ich mag Geschwisterbilder so gerne. Weil sie einfach zusammengehören, meine zwei Hasenkinder - so sehr da oft auch die Fetzen fliegen, weil alle zwei einen ordentlichen Dickkopf mitbringen (neeeein, der ist NICHT ererbt - braucht ihr gar nicht fragen!!! :D ).



Genauso oft finden sie sich aber auch miteinander in irgendein Spiel vertieft. Schön ist das. Unsere Kleine kommt mit knapp zwei Jahren ja erst so langsam in das Alter, in dem Kinder so richtig miteinander spielen können - aber mit der großen Schwester klappt das schon ganz gut. Manchmal zumindest.



Da entstehen große "Turmhallen" aus Lego, oder die zwei kochen mir in ihrer Spielküche ein fantastisches Menü - bei dem die Käsestücke sich plötzlich zum Klavier verwandeln. Irgendwie ist das schon ein magisches Alter. In dem die Welt so riesig und die Möglichkeiten so unbegrenzt sind.



Ich sehe den beiden unglaublich gern zu, beim Spielen. Und lerne immer wieder daraus. Manchmal erwische ich mich selber dabei, wie ich so eine wunderbare Fantasieblase mit ein paar genervten Worten platzen lasse, weil ich gerade keine Zeit oder keinen Nerv habe, ein Käseklavier zu bewundern. Da könnte ich mich hinterher dann selber in den Hintern beißen dafür. Weil diese zauberhaften Fantasiewerke es doch so wert sind, bestaunt und bewundert und bespielt zu werden.



Ich hoffe, dass meine zwei Mäuse sich diesen fantasievollen und offenen Blick in die Welt ganz lange bewahren können, ihn vielleicht sogar ein bisschen in die Erwachsenenwelt mitnehmen - man tut sich wesentlich leichter, wenn man sich die Offenheit bewahrt, Dinge von allen Seiten zu betrachten - und zu verwandeln. Ich jedenfalls versuche, diese Gabe bei meinen Mäusen ein bisschen zu hegen und zu pflegen, zu genießen und mir ein wenig zu eigen zu machen. Wenn man das schafft, dann darf man auch hin und wieder "Alle meine Entchen" auf dem Käseklavier spielen.... :)



Hier möchte ich euch jedenfalls nochmal zu Maries Ebook "Yvi" weiterleiten - vielleicht habt ihr ja Lust drauf bekommen. Und spätestens im Frühjahr startet dann wieder die Ohne-Jacke-draußen-Zeit, in der die riesigen Taschen dann auch wieder mit all den wichtigen Dingen gefüllt werden können, die Kinder so in ihrer Umgebung entdecken.... :D Also, hier geht's lang: *KLICK*

Hasenwilde Grüße
Johanna

Donnerstag, 1. Januar 2015

Lulla für die Seele

Hallo ihr Lieben!!

Na, seid ihr alle gut hinübergerutscht ins neue Jahr? Kater auskuriert? Und so?
Mit den Neujahrswünschen ist das ja immer so eine Sache. Natürlich gönne ich jeder und jedem von euch ein wundervolles, fabelhaftes, schattenfreies Jahr mit ausschließlich schönen und positiven Erlebnissen - aber ich schätze, die Chancen dafür stehen eher schlecht. Und ich glaube, dass man die Höhen auch erst dann erkennt, wenn man hin und wieder auch mal eine Flaute erlebt. Aber ich wünsche euch von Herzen ein Jahr mit ganz vielen besonderen Momenten, die euch ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Ein Jahr, in dem ihr den Mut habt, euch Zeit zu nehmen - für die Dinge, die euch wichtig sind. Ein Jahr, in dem ihr mindestens einen Punkt oder zwei von der das-wollte-ich-schon-immer-mal-machen-Liste erledigen könnt. Ein Jahr, in dem nach jeder negativen Erfahrung die Dankbarkeit, Zufriedenheit und das Glück um die positiven Dinge in eurem Leben umso größer sind. Und ich stoße darauf gern nochmal mit euch an! Auf uns! *sektglasbling* :D

 
 
Jetzt ist mein Blog schon einige Monate alt, wächst und gedeiht (und das habe ich euch zu verdanken, ihr lieben Mitleser, Liker, Follower und Freunde!!!!), und es macht mir immer noch wahnsinnig Spaß. Das Schreiben, ganz besonders, aber auch das Nähen und die Fotos hinterher. Für das neue Jahr habe ich mir vorgenommen, noch mehr Eigenes zu zeigen. Vor lauter Probenähen komme ich immer gar nicht dazu, die kreativen Sachen zu posten, die bei mir so nebenher entstehen - eigentlich findet sich in jedem Zimmer in diesem Haus irgendetwas, was ich gestaltet, gebastelt, gemalt oder sonstwie mit meinem Stempel versehen habe. Einiges eignet sich vielleicht auch als kleines DIY-Tutorial - mal sehen. Die Fotos vom Amsterdam-Trip stehen auch noch aus. Davon soll's also in Zukunft noch mehr geben. Mehr mein Hasenwild. Und ich fange gleich heute damit an.
 
 


Mit Fotos von mir und einem Kleid, das ich ganz allein für mich genäht habe. Puh. Ich bin offen gesagt ein bisschen nervös, wie das so bei euch ankommt. Ich nähe ja eher selten für mich. Ehrlich, es schreckt mich schon immer ab, dass da soooo viel Stoff draufgeht - und Geld, natürlich. Es ist einfach eine andere Hausnummer, zweieinhalb Meter Stoff für ein Kleid für mich in den Sand zu setzen, als einen halben Meter für eins der Mädels. Mal davon abgesehen, dass den Mäusen grundsätzlich immer alles passt und steht, während ich offensichtlich nicht normgeformt bin (oder recht wählerisch, was Schnitte angeht :D ). Ich denke mir dann immer: "Nähst halt erst ein Teil aus Probestoff." Und so viel Probestoff habe ich nie im Haus. Und dann schiebe ich es vor mir her. Und schiebe. Und schiiiiiiieeeeeebeeeeee..... (das ist eine meiner Spezialitäten :D )



Aber - wer nicht wagt, der nicht gewinnt.... Als Schnittmuster habe ich die Lulla von Schnittgeflüster auserkoren - gedruckt und geklebt war der Schnitt ratzfatz. Außerdem habe ich gleich am nächsten Tag bei meinem Lieblingsstoffgeschäft in der Nähe einen wunderbar weichen, schwer fallenden Strick in Aubergine mitgenommen. Plus Spitze. Nix Probestoff. Ran an den Speck. Den Stoff also gewaschen. Und dann bestimmt zwei Wochen lang ausgelegt - wieder eingerollt - von hier nach da getragen - das Schnittmuster ausgelegt - wieder kalte Füße bekommen - und den Stoff andächtig wieder aufgerollt.... :D :D Bis mich dann zwei Tage vor Weihnachten der Ich-hab-nix-zum-Anziehen-Rappel gepackt hat. Aber sowas von.


Ein bisschen Spitze am Ausschnitt, ein bisschen Spitze appliziert, Samtband dran - und plötzlich war sie fertig, die Lulla. Ich musste formtechnisch nur einmal ein bisschen nachbessern. Wow. Und was für ein Gefühl das ist!! Da wird aus der Vollzeit-Mama plötzlich wieder ne Frau... :D :D Ich trage meine Lulla wirklich sowas von andächtig. Ich bin glatt verliebt. So verliebt, dass ich mich vor statt hinter die Kamera gewagt habe. Freiwillig.


Meine Schwester hat sich breitschlagen lassen, mit meiner Spiegelreflex ein Shooting mit mir zu machen. Und als sie dann da war, war's draußen saukalt, windig, stürmisch - und hab ich EISKALT schon erwähnt? Wir haben uns ein Weilchen drinnen mit den Mädels ausgetobt, und sind immer mal wieder vor dem Fenster hin und hergeschlichen, bis ich dann kurz vor Dämmerungseinbruch ein Machtwort gesprochen habe und wir zwei nach draußen in die Kälte gestapft sind. Eeeeeine von uns hat sich beschwert, dass ihr die Hand abfriert, weil sie an der Kamerahand den Handschuh ausziehen musste (dass diese eine Person nebenher in Wintermantel, Mütze und Fellkapuze gekuschelt war, muss ich nicht extra dazusagen, oder?? :D :D). Aber ich muss neidlos gestehen, dass mein Schwesterherz ein As am Foto ist und wirklich wunderbare Bilder geknipst hat.


Und zugegebenermaßen hatte ich auch eine Menge Spaß dabei. :D :D Auch wenn mir kalt war. :D


 
Und ich stelle fest - für mich zu nähen, und auch die Fotos dazu, das ist gut für die Seele. Ich verordne mir das jetzt also regelmäßig. Mindestens einmal im Monat auch mal was für mich zu nähen. In meiner Motivation habe ich gleich den nächsten Schnitt zugeschnitten - den bekommt ihr sicher auch noch zu sehen :D :D
 
 
 
Nebenher habe ich dann gestern noch eine wunderbare Silvesterüberraschung bekommen. Ich kann's immer noch kaum fassen. Also - wenn ich mich nicht kategorial verlesen oder sich die andere Seite extrem verschrieben hat - darf ich Stoffe probevernähen, und zwar für einen ganz tollen Stoffversand. Die Truppe nennt sich Stoffversand4u und war auf der Suche nach Helfern in ihrem Kreativteam. Und offensichtlich sind sie unter den vielen hundert Bewerbern ausgerechnet auf meinen klitzeklein-feinen Blog gekommen. Ich freue mich wahnsinnig und bin so unglaublich gespannt, was da auf mich zukommt!! Aber so viel ist sicher - es wird gut!! :D (Ich muss nicht dazusagen, dass ich alle Stunde kontrolliere, ob mein Name da immer noch auf der Seite steht, oder? :D :D).
 

 
Dieses Bild hier ist mein absoluter Favorit! <3 Und hier könnt ihr auch erkennen, dass ich kleidungstechnisch beim Fotografieren ein bisschen geschummelt und einen Pulli druntergezogen habe :D :D. Dafür ist sonst alles echt. Ich hab nicht mal die Mama-Augenringe wegretuschiert. Ich dachte mir, ihr dürft das sehen. Das bin ich. Mit allem, was dazugehört. :D
 
 
Zu guter Letzt möchte ich euch nochmal DANKE sagen - schön, dass es euch gibt. Schön, dass ihr mitlest. Die netten Worte, die ihr mir mitgebt (oft auch persönlich), die Kommentare hier oder auf meiner FB-Seite sind mein Ansporn und mein Motor. Schreiben macht am meisten Spaß, wenn's auch jemand liest. Bleibt also gern hier, startet mit mir in ein neues, hasenwildes, verrücktes und unberechenbares Jahr und begleitet mich noch ein Stück auf meinem Weg. Ich freue mich darüber!!
 
Einen wunderbaren hasenwilden Tag
Eure Johanna
 
Übrigens: diese Lulla, die ausschließlich und nur von mir für mich entstanden ist, schicke ich voller Stolz zum ersten RUMS des Jahres! Jawohl! :D