Freitag, 18. August 2017

Der Neue


Mir ist eingefallen, ich habe euch ja noch gar nicht von unserem neuen Familienmitglied erzählt!



Seit Ostern wohnt er schon bei uns, der Neue. Er ist groß und stark, genau wie ich mir das gewünscht hatte. Power hat er ohne Ende und der tägliche Umgang mit ihm ist wirklich ein Vergnügen.


Wer das nun ist, wollt ihr wissen? Alhambra ist sein Name. Seat Alhambra. Und ich bin sehr verliebt in seine dunkelblaue Hautfarbe. :D


Ich sage euch, es war allerhöchste Zeit für eine ordentliche Familienkutsche. Und es war eine schwere Geburt. Weil der alte Audi einfach nicht aufgeben wollte. Ich gebe zu, für die Hausbauphase ist so ein älteres Modell schon praktisch. Man kann ohne schlechtes Gewissen Betonsäcke, Sandeimer und sonstige dreckige Teile in den Kofferraum werfen. Ohne siebenunddreißig Plastiktüten umzuwickeln. Weil’s eh wurscht ist. Weil er beim Saugen sowieso nicht mehr streifenfrei und porentief rein wird.


Aber die Hausbauphase ist jetzt vier Jahre her. Und wenn man die beendet hat, ist ein altes Auto einfach wieder nur alt. Und unser Audi, die „Tante“, wie er liebevoll (vor langer Zeit) von uns getauft wurde, hat eine Macke nach der anderen entwickelt. Man hat ja doch eine Beziehung zu so einem Auto und nimmt einiges in Kauf. Aber lästig wird es schon irgendwann.


Das erste, was versagt hat, war die Heizung. Im Winter kein Spaß, ich sage es euch. In drei Decken eingewickelte Kinder mit blauen Nasen von hier nach da zu transportieren ist nur mäßig witzig. Dann fing die Beifahrertür an zu klemmen. Eines kalten Wintertags, als das Schloss komplett gestreikt hat, musste ich sie mit einem dicken Schal an der Gangschaltung festbinden… :D Dann folgte der Kofferraum, der nicht mehr offen bleiben wollte. Die erste Reparaturversion mit einem Kabelbinder hat ein Weilchen gehalten, dann half nur noch der obligatorische Stock im Kofferraum, den man bei Bedarf in die Kofferraumklappe spreizen kann. Ich sage euch, wenn man den versehentlich beim Einladen umkickt, ist das wirklich kein Spaß für den Hinterkopf… ;)


Ich hätte ihn schon lang abgegeben, den Audi. Die Tante. Aaaber es war nicht mein Auto, sondern das meines Mannes. Und der hat die kleinen Spinnereien sehr geduldig ertragen. Und ehrlich, es wäre mir auch egal gewesen, wenn ich nicht damit fahren hätte müssen. Aber mein Auto ist als Familienkutsche einfach zu klein. Und der Audi war zu klapprig. Mal abgesehen von den ständigen Umbauarbeiten, wenn die Schwiegermama mitfahren wollte. Und der Tatsache, dass wir für jeden Urlaub das Auto meines Papas ausleihen mussten, weil wir Angst hatten, dass der Audi irgendwo im Nirgendwo seinen letzten dieseligen Atemzug tun würde.


Es war also klar – ein Neues muss her. Auch relativ schnell, welches Modell es sein sollte. Man möchte meinen, man könnte das entsprechende Auto dann einfach kaufen. Oder wenigstens bestellen. Ha. Da kennt ihr meinen Göttergatten schlecht. Der kann nämlich mit absoluter Tiefenentspannung ein Dreivierteljahr (!!!!!!!) nach dem ultimativen Angebot suchen…. ;)


Er hat mich wirklich in den Wahnsinn getrieben. Eigentlich beide. Der Mann und das Auto. Aber, glaubt es oder glaubt es nicht, irgendwann war es da. Das ultimative Angebot. Puh. Selbstverständlich habe ich mir den Neuen direkt unter den Nagel gerissen. :D Macht ja auch Sinn, weil ich schließlich die meiste Zeit die Kinder kutschiere. Und drei Leute haben mehr Anspruch auf das große Auto als einer. Seht ihr auch so, oder? :D


Jedenfalls ist die Autofahrerei ein Traum seither. Er schnurrt und läuft und fährt und schnurrt. Der Kofferraum funktioniert, die Türen schließen, und es ist genug Platz für Schwiegermama, ohne irgendetwas umbauen zu müssen. Außerdem spricht er mit mir. Mit einer sehr angenehmen, rauchigen Männerstimme. Er wählt meine Telefonnummern und gibt die Richtung an, wenn ich mich nicht auskenne. Er piepst fröhlich und anhaltend bei allen Gelegenheiten. Eine tolle Sache, wirklich. Na schön, manchmal nervt das auch. :D Wir haben ihn jedenfalls sehr ins Herz geschlossen. Auch wenn ich manchmal in der Garage stehe, und die Tante vor mir sehe. Die vielen Fahrten, die wir mit ihr gemacht haben. Urlaube. Küsse. Spuckende Kleinkinder. Abenteuer. Lachen. Musiklautstärke auf Anschlag. Vergessen werden wir sie sicher nicht, die alte treue Lady. Und hoffen, dass der Neue mit uns genauso viele Erinnerungen sammelt. <3


Nähtechnisch sehe ich im Moment schon unseren großen Urlaub in wenigen Tagen vor mir. Die erste große Prüfung für den Neuen. Und weil ich, fernwehgeplagt wie ich bin, ständig an den Urlaub denke, nähe ich eigentlich auch nur Sachen, die wir dafür brauchen können. Dieses Mal sind es zwei schicke Sweathoodies geworden, zum Drüberziehen am Abend. Wenn den lauen Sommerabend ein kühler Wind vom Meer auffrischt. Hach, ich freu mich schon. Und sehe die Mädels schon vor mir, den Wind im Haar und mit ihren wundervollen Einhornpullis durch die Nacht hüpfen. Genäht habe ich nach dem Schnitt „Zoe und Fynn“ von Muckelie. Eine Version mit Kapuze, eine mit Kragen. Ansonsten braucht der Hoodie gar nicht viel. Die wunderschönen Einhornstoffe sind ein Design von Andrea Lauren  und ich durfte sie für Alles-für-Selbermacher vernähen. Der Sommersweat mit Bio-Druck fühlt sich traumhaft an und das Design gefällt mir unheimlich gut – nicht zu kitschig, lässt sich wunderbar kombinieren und auch für mein Fast-Schulkind geeignet.


Hier findet ihr die wundervollen Einhorn-Sommerweats:


 



Und da geht es zu „Zoe und Fynn“ von Muckelie: *KLICK*


Die Hoodies werden uns jedenfalls sicherlich nicht nur in den Urlaub, sondern auch in den Herbst begleiten. Zusammen mit unserem neuen, großen, blauen Begleiter. Wir freuen uns schon darauf!



Hasenwilde Grüße

Johanna

Sonntag, 13. August 2017

Ich näh mir den Sommer

Nee. Noch weigere ich mich. Wir stecken grade mitten frontal in den Sommerferien und ich KANN einfach noch nicht.


Wie, was? Achso. Wovon ich rede. Na, Herbstklamotten. Ich mag noch keine nähen. Wirklich nicht. Es ist August, wir haben Sommerferien und bis auf ein paar kleinere Durchhänger verhält sich das Wetter doch eigentlich ganz manierlich hier.


Die letzten paar Tage war es etwas kühler, aber seit heute steigen die Temperaturen wieder und nächste Woche gibt's bestimmt nochmal Badewetter. Na, und dann steht ja auch noch unser Urlaub an.


Jedenfalls verbringe ich so viel Zeit an der Nähmaschine, wie schon lange nicht mehr. Und nähe mir den Sommer. Ein Sommerkleid für mich ist schon entstanden, ein weiteres ist zugeschnitten, außerdem eine kurze Hose und ein T-Shirt. Meine XXL-Reisetasche ist fast fertig und das Tochterkind, das große, das wünscht sich schon seit Wochen ein neues Maxikleid. Weil das vom letzten Jahr zwar noch passt, aber eben nicht mehr so richtig Maxi ist. Sondern schon fast nur noch knöchellang. Geht ja mal gar nicht. Wenn man beim Laufen nicht über den Saum stolpern kann, ist es kein Maxikleid mehr, behaupten meine Töchter. Und überhaupt, was gibt es Sommerlicheres als ein Maxikleid? :D


Da kamen die neuen maritimen Schätze von Alles-für-Selbermacher, designt von Treeebird, doch gerade richtig. Der süße Seebär und sein Kumpel, der Indianerbär kommen mit ganz vielen schicken Kombistoffen daher. Meine Große hat sich für den hellblau-weiß-gestreiften Jersey mit den Papierbooten entschieden.


Genäht habe ich schlussendlich mal wieder eine "Sommerliebe hoch 3" von der Drahtzieherin. Ich habe den wandlungsfähigen Schnitt schon viele Male für meine Töchter genutzt (die Tunikavariante ist hier auch sehr beliebt) und mag ihn total gern, gerade weil das Oberteil mit der Raffung und der Fake-Knopfleiste und die vielen einzelnen Stoffbahnen so viel Gestaltungsspielraum lassen.


Ein Traumtuch von Traumwöllkchen gab es auch dazu - einer der Lieblingsschnitte für die sommerliche Kopfbedeckung, auf die ich immer bestehe (bei so hellblonden Haaren muss man aber auch echt aufpassen...). Am liebsten tragen die beiden das Kopftuch ohne Schirm, also gab's genau das. Wunschanfertigung.


Kombiniert mit dem kräftigen dunkelblau und einem farbenfrohen pink vom Stoffonkel, dazu eine freihand genähte Applikation - und schon leuchtet das Kleidchen weithin über die sommerlichen Getreidefelder. Das Tochterkind jedenfalls ist hochzufrieden, und das ist das Wichtigste und war schon das ein oder andere Mal mit ihrem Maxikleid unterwegs.


Pssst. Wenn ihr einen Schritt näher kommt, verrate ich euch was. Obwohl ich als unerschütterliche Optimistin vollstes Vertrauen habe, dass meine Große ihr Maxikleid diesen Sommer noch einige Male tragen kann, bin ich dann doch nicht komplett realitätsfern. Deswegen habe ich am Saum des Kleides noch gut Platz einkalkuliert, damit da nächstes Jahr eine schicke Borte das Kleidchen wieder auf Maxilänge anpassen und damit für einen weiteren Sommer ins Rennen schicken kann. Die Träger lassen sich zum Glück ja individuell binden, und der weiche Jerseystoff wird sicher auch nächstes Jahr noch passen. Wenn ihr also vorhin die Augen verdreht habt, und euch gedacht habt, die hat ja überhaupt keinen Blick für die kommende Jahreszeit - Pah! Und wie ich den habe! Ich nähe quasi schon für den nächsten Sommer! Und das soll mir mal einer nachmachen! ;)


Hier findet ihr den Seebären und all seine hübschen Kombistoffe bei AfS (und heute gucken lohnt sich, es gibt nämlich eine 15% Rabatt-Aktion!!):

Jersey - Kombistoff - Seebär - Treeebird - Schiffchen - Streifen - hellblau/weiß



Hasenwilde Grüße
Johanna

Montag, 7. August 2017

Sommerferien

Endlich Ferien! Wir hier in Bayern müssen ja schon immer besonders lange warten, bis es endlich losgeht  mit den Sommerferien... Dafür dürfen wir sie aber dann auch besonders lang genießen.... :D


Die Mädels und ich freuen uns jedenfalls total. Die erste entspannte Woche haben wir schon hinter uns! Und die brauchen wir auch eigentlich immer, um so richtig in Ferienmodus zu schalten. Wenn der anfängliche Schlafentzug, den die Schulzeit immer so mit sich bringt (grade im Sommer, wenn es abends oft noch so schön draußen ist, wenn man ins Bett soll... :) ), nachgeschlafen ist, pendeln sich hier angenehme Ferienzeiten ein.


Da reicht es dann, wenn um neun gefrühstückt wird (und das darf man ruhig auch im Schlafanzug tun) und der Tag gemütlich beginnt. Und dann kann eigentlich kommen, was mag. An schönen Tagen stürzen wir uns ins Wasser (am liebsten in den Pool von Oma und Opa), und auch sonst halten die Ferientage immer wieder etwas Nettes für uns bereit.


Einen Tag haben wir schon im Tierpark Hellabrunn in München verbracht, zusammen mit meiner Schwester. Allein die Zugfahrt dahin war schon ein Highlight für meine Mädels. Wir waren Grillen bei Freunden, und die Damen durften bei den Großeltern übernachten. Und es sind auch Tage dabei, da ist einfach gar nichts. Auch mal schön, oder?


Morgen geht's mit meiner Schwägerin und der Oma in den Playmobil-Funpark nach Zirndorf, da freuen sich die Mädels auch schon sehr - besonders, weil Oma und Tante und der kleine Cousin dabei sind. So genießen wir die Ferien - und hoffen, der Sommer dauert ewig...


Als besonderes Highlight steht in zwei Wochen auch noch unser großer Familienurlaub an. Wir werden auf große Fahrt Richtung Spanien gehen und freuen uns schon sehr darauf - besonders auf das Meer! Das werden sicherlich ein paar wunderbare Tage!


Jedes Jahr gibt es für die Mädels zum Sommerurlaub ein Strandoutfit, zum Drüberziehen, wenn die nassen Badeanzüge abgestreift werden und die Kinder nass und kühl aus dem Meer hüpfen. Meistens läuft es auf Frotteekleider hinaus, denn die trocknen schnell, wenn sie nass werden, sind wunderbar unempfindlich  und zudem total kuschelig. Auch heuer haben die beiden ein passendes Frottee-Strandkleid bekommen - und haben die kuscheligen Kleidchen gleich schon an Omas Pool getestet und für gut befunden.


Genäht habe ich die "Yelva" von Meine Herzenswelt in einlagiger Form. Den wundervollen Kleiderschnitt mit den Puffärmeln kann man aber auch doppellagig und mit eingesetzten Ärmeln nähen - also ein absolutes Muss für den herbstlichen Kleiderschrank, wenn ihr keine Frottee-Strand-Yelvas mehr für dieses Jahr braucht.... :D Die maritime Wal-Appli habe ich bei "Von lange Hand" gefunden - und ich finde, sie fetzt die beiden süßen Strandkleider richtig auf, oder was meint ihr?


Hier findet ihr den Schnitt:


Wir stürzen uns damit wieder in die Ferien und versuchen, jeden Tag ein bisschen die Zeit anzuhalten und die wunderbaren Tage so richtig auszukosten!

Hasenwilde Grüße
Johanna